Seit fast 40 Jahren erfolgreich durch maschinelle Heutrocknung

Bereits Anfang der 70er Jahre hat sich mein Vater Josef Reindl am elterlichen Hof mit der Heutrocknung beschäftigt. Er errichtete eine Kaltbelüftung mit Flachrost und pro Box einen Ziehschacht.  Mit dem nach oben wachsenden Heustock wurde während des Einfahrens der Zieh- schacht mit nach oben gezogen. Dadurch konnte auch mit geringer Lüfterleistung ein sehr guter Trocknungserfolg erzielt werden, da die feuchten oberen Schichten des Heustockes gut durchdrungen wurden.


1982 wurde eine Kranhalle mit heute noch bestehendem Brückenkran erbaut. Es konnte die alte Kaltbelüftung mit Ziehschacht nicht mehr verwendet werden, da die Brückenkrananlage ein Befestigen der Ziehschächte nicht möglich machte.

Es wurde der bereits vorhandene Lüfter vor eine Giebelrostanlage gestellt. Die Trocknungserfolge waren aber sehr bescheiden. 1988 wurde mir der Hof von meinem Vater übergeben. Zielstrebig habe ich begonnen den elterlichen Hof weiterzuentwickeln. Es wurden Haus, Stall und auch die zu klein geworden Kaltbelüftung renoviert und erneuert. Es wurde ein Lüfter mit 15 kw der Firma Buchmann in Kirchdorf eingebaut. Eine Kammer mit Flachrostboden aus Rundholzstangen errichtet und das System der Kaltbelüftung fortgeführt.
Nach dem EU-Beitritt Österreichs 1995 wurden kleinere Betriebe zum Aufgeben veranlasst. Da sich einige in der Nachbarschaft befanden, wurde die Wirtschaftsfläche vergrößert, was 1998 einen Umbau des Stallgebäudes auf Laufstallhaltung notwendig machte.
Da sich durch die Laufstallhaltung die ø Milchleistung von 5.500 kg/pro Kuh nur gering im Jahre 1999 auf 6.000 kg/pro Kuh erhöhte, wurde nach eingehender Analyse wiederum beschlossen, in die Verbesserung des Grundfutters zu investieren.

Einige Bilder von unserem Betrieb:

Es wurden 3 neue Belüftungsboxen errichtet. 2 Belüftungsboxen zu je 160 m² Bodenfläche und eine 3. Belüftungsbox mit 120 m² Bodenfläche (gesamt 440 m² Belüftungsbodenfläche). Der bestehende Ventilator wurde auf 22 kw Motorleistung vergrößert und ein Ölofen der Firma Wolf aus Geisenfeld eingebaut. Die bestehende Liegehalle des Laufstalles wird als Solardachabsaugung verwendet. Da die Trocknungserfolge noch nicht ausreichend waren und der Heizölverbrauch sehr hoch war wurde in Richtung Luftentfeuchter – Wärmepumpe investiert. Zur gleichen Zeit habe ich begonnen Ernte- und Ladewägen, Ölöfen und Landmaschinen zu verkaufen.

2002 wurde der Gewerbeschein erworben.
2004 wurde die bestehende Anlage erweitert. Es wurde der 22 kw Ventilator auf einen 37 kw Ventilator umgetauscht. Ein Frequenzumformer wurde angeschafft und die Luftentfeuchter-Wärmepumpe von 19 kw Stromanschlussleistung auf 28 kw Stromanschlussleistung erhöht.

Danach habe ich begonnen meine langjährige Erfahrung in der Heutrocknung und meine gewerbliche Tätigkeit zu verbinden. Es wurden viele Heutrocknungsanlagen errichtet, wobei ich immer sehr bemüht war niedrige Stromanschlüsse bei größter Schlagkraft zu erzielen. Auch wurde versucht, baulich hohe Kosten zu vermeiden und sehr praxisbezogene Lösungen zu erreichen. Da ich selbst auch Landwirt bin, weiß ich natürlich aus eigener Erfahrung worauf es ankommt. Durch die Trocknungsanlage und die Verbesserung des Grundfutters konnten wir die Leistung der Kühe von 5.500 kg/pro Kuh im Jahre 1998 innerhalb kürzester Zeit um 3.000 kg/pro Kuh auf 8.500 kg/pro Kuh steigern.

weiterführende Links:

Zahlt sich eine Heutrocknungsanlage überhaupt aus/Preise?
Unsere Heutrocknungsanlagen